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by
Nives
Konik
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Eine phantastische Geschichte in drei Phasen
Dies ist die Geschichte einer Landung. Nicht irgendeiner Landung. Nein, einer ganz Besonderen. Am Steuer ist Mama Sonnenschein. Dann sind da noch zahlreiche Passagiere mit an Bord. Und nicht zu vergessen
das zahlreiche Bodenpersonal, dass mit seiner tatkräftigen Unterstützung
und seinen Vorschlägen so manche brenzlige Situation gerettet hat. Die Vorbereitungsphase
Weihnachten 1997 Wie jedes Weihnachten machte sich Tante Jojo auf den Weg in das Staedtchen
im Sueden. Sie wohnte nun seit geraumer Zeit in einer fernen grossen
Stadt im Norden. Dort war es unglaublich kalt. Also freute sie sich
endlich wieder in das liebliche Land ihrer Kindheit zu fahren. Denn
nicht nur die Landschaft dort wuerde sie willkommen heissen, sondern
auch ganz besondere Menschen warteten dort auf sie. Und was noch auf
sie wartete, dass wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Etwas Wundervolles
und Einzigartiges nahm seinen Lauf, aber jetzt wollen wir noch nichts
davon verraten. Noch steht Tante Jojo am Bahnhof und wartet auf Mama
Sonnenschein und Papa Hat-noch-Zeit. Natuerlich hatte Papa Hat-noch-Zeit
keine Eile mit dem Abholen der Tante Jojo, also schaute sie sich ein
bisschen um. Das Staedtchen war schon beinahe 800 Jahre alt. Eine alte
Stadtmauer aus grossen Steinbloecken ragte ueber dem geschlaengelten
Fluss. Das Staedtchen war ein geteiltes Staedtchen. Der Fluss teilte
das Land und auch das Staedtchen. Die Menschen in dem Staedtchen aber
hatten Bruecken gebaut, so konnten sich alle immer besuchen. Das war
gut so, denn es waren nicht viele Menschen, und so hatten sie die Moeglichkeit
ihre Geschichten auch den Leuten auf der anderen Seite des Flusses zu
erzaehlen. Denn wer will schon immer die gleichen Geschichten hoeren.
Viel Zeit hatten sie jedoch nicht Geschichten zu erzaehlen, denn sie
mussten auf ihren Bergen arbeiten. Die Berge hatten die Menschen in
Terassen geteilt, so konnten sie ihre Fruechte besser ernten. Das ganze
Land war uebersaeht mit Terassen , und auf den Terassen spriessten uepige
Pflanzen. Die Pflanzen wurden begossen, geschnitten, und wieder begossen
und wieder nachgeschnitten, bis am Ende leuchtende Fruechte in vielen
Farben wie Rot, Blau, Gelb und Rose an den Pflanzen hingen. Das war
eine Freude. Aber zurueck zu Tante Jojo, die da noch immer am Bahnhof auf ihre Abholer
wartete, und so langsam genug von ihren Beobachtungen der Umgebung hatte.
Aber da kamen sie auch schon um die Ecke gebogen mit ihrem riesengrossen,
schwarzen, glaenzenden Sternmobil. Das war ein Wiedersehen. Mit Umarmungen,
Kuessen, Daheim angekommen im Himmelblau-Haus
sassen sie und redeten Unsinn. Nach einiger Zeit von wortlosen beredeten Blicken ging Irgendwann hielt es Mama Sonnenschein vor Aufregung nicht mehr aus
und sie blickte Tante Jojo lange ins Gesicht und meinte : Das waren Neuigkeiten. Lange noch
blickten sie sich an und freuten sich ueber die Worte, die da jetzt
ueberall im Himmelblau-Haus herumschwirrten. Ich kann dir sagen, das war ein Leuchten im Himmelblau-Haus. Draussen liefen Menschen vorbei und wunderten sich ueber dieses Licht, liefen kopfschuettelnd weiter, und merkten gar nicht das ein klitzekleines bisschen von dem Leuchten sich auch in ihr Gesicht geschlichen hatte. Und das war doch sehr verwunderlich. Drinnen aber wurde noch mehr rotes Glitzergetraenk geholt, denn all
das Lachen, Freuen und Leuchten hatte die drei durstig gemacht. Als
die Nacht dann immer weiter hereinbrach, wurden ihre Stimmen immer leiser
und leiser. Muedigkeit ueberkam sie, und sie ueberliessen sich dem Schlaf.
Jetzt kam die Vorbereitungsphase ein bisschen mehr ins Rollen. Ein Plan musste entworfen werden. Papa Hat-noch-Zeit und Das Weihnachtsessen stand auf dem Tisch im Himmelblau-Haus. Alles gab es da, in viele kleine Schaelchen waren da allerlei Sorten
an Gemuese und wuerzigen Leckereien verteilt. Und wie das duftete im
ganzen Haus. Einfach himmlisch.Papa Hat-noch-Zeit und Mama Sonnenschein
haben alle eingeladen. Die beiden hatten naemlich einen Plan fuer den
heutigen Abend, und so hatten sie versucht die zukuenftige Crew an ihren
Tisch zu bekommen. Mama Sonnenschein kannte ihre Crew und wusste daher,
das Essen dabei nicht fehlen durfte. Oma Fernweh aber hatte das Fernweh
allzusehr gepackt. So konnte sie an diesem Abend nicht da sein. Sie
war aber schon eingeweiht in das grosse Geheimnis und hatte nach gruendlicher
Ueberlegung das Angebot der beiden angenommen. So ein Angebot konnte
man nun wirklich nicht mehr ablehnen. In einem fernen, heissen Land
segelte sie ueber die Meere, und war in Gedanken doch im Himmelblau-Haus
bei Papa Hat-noch-Zeit und Mama Sonnenschein.Die restliche Besatzung
war also an diesem ersten Weihnachtsfeiertag zum gemeinsamen Essen gekommen.
Fein herausgeputzt, in ihren besten Festtagskleidern, sassen sie nun
alle da. Oma Hitzig, ein kleines Persoenchen, dass die ganze Welt mit
ihrer Stimme in Bewegung setzen konnte, Opa Sliwoviz, der Oma Hitzig
immer genuegend Raum liess zum Erzaehlen, indem er sich auf das Zuhoeren
und Schnapschennippen beschraenkte. So waren sie beide beschaeftigt
und zufrieden, wenn sie zusammensassen. Zu diesem besonderen Anlass
hatte sich auch Mehr brauchte sie nicht zu wissen,
um ihre kleinen grauen Zellen auf die Reise zu den anderen Woertern,
die zu diesem Satz gehoerten, zu schicken. Ganz eindeutig sprangen sie
Oma Hitzig in den Schoss, und lange bevor Mama Sonnenschein ihre schoenen
Worte, ueber denen sie so lange gebruetet hatte hervorkramen konnte,
war Oma Hitzig schon im Bilde und voller Freude. Sie wusste es einfach
was in einem Satz, der mit "Wir erwarten
."anfing, folgte.
Sie war ja eine Eingeweihte aus vergangenen Tagen. Zu einer Zeit als
sogar Mama Sonnenschein und Papa Hat-noch-Zeit noch gar nicht auf dieser
Welt waren.Opa Sliwoviz war da ein anderer Fall. Man musste da schon
direkter werden, um ihn auf die richtige Faehrte zu bringen.Worte flutschten
ja immer so schnell umher. Also sagte Mama Sonnenschein nun schon viel
mutiger als bei den ersten malen: "Wir erwarten einen Sterngucker."
Auf einmal aber errinnerte er sich
. Er errinnerte sich an Landungen aus laengst vergangenen Tagen, und
musste einfach, zuerst Oma Hitzig und dann alle in der Runde, verschmitzt
anlaecheln. Seine Backen gluehten wie rote Aepfel, und nach einiger
Zeit laechelte er alle mit genau dem gleichen Laecheln an, dass die
anderen auch schon im Gesicht trugen. Sagen wollte er aber nichts. Zumindest
nicht so schnell und nicht so bald, aber er war es ja auch nicht gewohnt
so viel und so schnell zu reden. Die Hauptsache war ja das alle ihr
Angebot noch am gleichen Abend freudig annahmen und den Vertrag unterzeichneten.Fuer
ihr promptes Unterzeichnen gab es auch ein ganz besonderes Geschenk
von Mama Sonnenschein. Ein Bild des Sternguckers aufgenommen im Weltall.
Das Bild war ganz schwarz mit weissen Sternchen ueberall, und da ganz
klein und zusammengedrueckt in der Mitte des Bildes war ein weisser
Schatten zu sehen. |